Die
Unternehmen angepasster Arbeit (früher Beschützende
Werkstätten genannt) sind Produktionseinheiten von Gütern
oder Dienstleistungen, die behinderte Personen auf bestimmte oder
unbestimmte Zeit im Lohnverhältnis beschäftigen und
diese sozial fördern.
Um
fortbestehen zu können müssen diese Unternehmen sich
in Marktlücken bewegen und permanent den Anforderungen des
jeweiligen Marktes anpassen. Somit haben die Unternehmen angepasster
Arbeit in der wallonischen Region mehrer Tätigkeitsbereiche,
die vom Handwerk bis zu den Spitzentechnologien gehen. Verschiedene
unter ihnen schließen Verträge als industrieller Subunternehmer
oder Produktzulieferer ab.
Die Unternehmen angepasster Arbeit müssen das Gleichgewicht
zwischen dem sozialen und dem wirtschaftlichen Aspekt stetig aufrechterhalten.
Immer mehr Unternehmen angepasster Arbeit führen Unteraufträge
(Zulieferaufträge) direkt in den Gebäuden des Kunden
aus.
Sie schließen dann einen Unternehmensvertrag mit ihrem Kunden
ab, der vorab durch die AWIPH (Agence Wallonne d’Intégration
de Personnes Handicapées - Wallonische Agentur zur Integration
von Personen mit Behinderung) genehmigt werden muss.
Einige Unternehmen angepasster Arbeit produzieren auf eigene Rechnung,
welches eine Investition erfordert und die Vermarktung, sowie
die Verwaltung des gesamten Produktionsablaufs einschließt.
Oft ist diese Option nur partiell, sodass diese Unternehmen teilweise
als Unterlieferant und teilweise in eigener Produktion tätig
sind.
Auf wirtschaftlicher Ebene sind die Unternehmen angepasster Arbeit
mit der Reduzierung der Gewinnspanne, mit der Änderung der
Kostenstruktur und mit neuen Produkt-Verwaltungstechniken wie
„just in time“, konfrontiert. |